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DOMODOSSOLA-29-10-2017-Vierzig Jahre ist es her, seit Alvaro Corradini, Bürgermeister von Trontano, zur Gründungsversammlung in Domodossola einlud. Er legte dar, dass das Ossola seit dem Mittelalter gewisse Privilegien besass, bis schliesslich gegen Ende des zweiten Weltkriegs die Partisanenrepublik Ossola entstand. Auch vernachlässigte die Region Piemont das Ossola. Zudem hätten die andern alpinen Gegenden wie das Aostatal, Trento und Friaul einen Sonderstatus erhalten. Es sei Zeit, eine politische Bewegung zu gründen, die sich für ein autonomes Ossola mit Sonderstatus einsetzte.

In den folgenden Jahren kamen dafür 55 000 Unterschriften zu Handen des Parlaments zusammen. Diese wurden nach der Ermordung von Aldo Moro hinfällig, weil die Regierung wechselte. Darauf wurde die UOPA als politische Kraft aktiv und stellte in allen Gemeinden des Ossola eigene Kandidaten. Die Kommunistische Partei hingegen schlug die Schaffung einer eigenen Provinz Verbano-Cusio-Ossola (VCO) vor.

Es gelang dem sozialdemokratischen Minister Nicolazzi in der Folge, die Autobahn bis nach Gravellona Toce zu bauen. Zwar hatte die UOPA deren Ausbau bis zur Schweizer Grenze gefordert, doch war ihr Hauptanliegen damit bereits teilweise realisiert. Nach den katastrophalen Überschwemmungen im Vigezzotal tagte das piemontesische Parlament aus Solidarität erstmals ausserhalb Turins, nämlich in der Rosmini-Schule von Domodossola, und sprach die Mittel zum Wiederaufbau.

In den 90er-Jahren wechselten viele Politiker von der UOPA zur neu entstandenen Lega Nord von Umberto Bossi, welcher die Idee eines Zusammenschlusses der verschiedenen Autonomiebewegungen von der UOPA übernommen hatte, so dass sich die UOPA in der Folge auflöste.