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Der Tourismus rund um die soeben 120 Jahre jung gewordenen
Simplonbahn nimmt auch gegenüber dem bereits guten 2025 zu. Auf der einen
Seite haben viele italienische Touristen aus Nord-und Mittelitalien den «Lötschberger» -den «Trenino verde della alpi BLS»- entdeckt. Sie erreichen per Car Domodossola und seine Umgebung und nehmen dort für zwei Nächte Quartier. Am Tag danach geht die Reise mit der BLS ins Wallis, nach Interlaken oder Bern meist verbunden mit einer Schifffahrt. Am dritten Tag fahren sie mit der Centovallibahn nach Locarno und von dort wieder nach Hause. An den Feiertagen im vergangenen Dezember wurde sogar ein Extrazug für die grosse Nachfrage geführt.
Interessant ist, dass viele dieser Gäste bereits vorher mit dem «Trenino rosso del Bernina» gefahren sind und nun auch die Westschweiz im Panoramazug erleben wollen. Es bleibt zu hoffen, dass auch «Regio-Alps» mit Gästen aus dem Süden die vielen Sehenswürdigkeiten im Rhonetal anfahren wird.
Aber auch die Reiselust von der Schweiz nach Domodossola und Umgebung steigt sehr stark an. Die liebevoll renovierte Altstadt lädt zum «Lädele» ein, der einzigartige «Sacro Monte» zu einem Spaziergang in das Barock-Zeitalter und dann lockt auch eine feine Gastronomie. Da die Züge von Brig nach Domodossola besonders an Samstagen, im Anschluss an die IC Züge, oft überfüllt sind, setzt die BLS an allen Mai-Samstagen je ein Extrazug ab Brig ein. Dieser verlässt den Bahnhof Brig um 9.07 Uhr und kommt um 9.45 in Domodossola an.
Walter Finkbohner

