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CANNOBIO - 30-4-2026 -- Wie mittlerweile zur Sommertradition geworden, kehrt in Cannobio die zeitgenössische Kunst zurück – mit einem bedeutenden Vertreter der italienischen Szene: Gianni Cella. Für 2026 kündigt die Stadt ein umfassendes Ausstellungsprojekt an, das der über vierzigjährigen Karriere des Künstlers gewidmet ist.
Das Projekt, kuratiert von Marianna Cappia und koordiniert von Marco Albertella, gliedert sich in zwei Teile. Die Ausstellung „Palloni gonfiati“ ist als dezentrale Schau konzipiert und zeigt fünf Werke an symbolträchtigen Orten im Stadtgebiet. Ergänzt wird sie durch „Lo spazio ineffabile“, eine anthologische Einzelausstellung im Palazzo Parasi.
Die Eröffnung beider Ausstellungen findet am Samstag, den 9. Mai, um 17 Uhr statt. „Palloni gonfiati“ ist bis zum 25. Oktober 2026 zu sehen, während „Lo spazio ineffabile“ bis zum 19. Juli geöffnet bleibt. Der Eintritt ist frei.
Im Zentrum von Cellas Werk stehen plastische Reliefs und maskenhafte Figuren, die auf surreale und oft groteske Weise das Gefühl der Unzulänglichkeit im Verhältnis zu sich selbst und zu anderen thematisieren. Seine Figuren – mit deformierten Gesichtern, einzelnen Augen oder überzeichneten Zügen – spiegeln eine zugleich reale und psychische Dimension wider.
Der 1953 in Pavia geborene Künstler studierte an der Kunstakademie Brera und arbeitet mit Malerei, Zeichnung und Skulptur, häufig unter Verwendung von Fiberglas. Seine Werke verbinden spielerische Leichtigkeit mit tiefergehender Reflexion über die Gegenwartsgesellschaft.
Mit dieser Doppelausstellung bestätigt Cannobio erneut seine Rolle als kultureller Bezugspunkt am Lago Maggiore und lädt zu einem Sommer im Zeichen der zeitgenössischen Kunst ein.
Photo: Gianni Cella "Pesce palla", courtesy the artist

