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BRIG - 25-6-2026 -- Die andauernden Bauarbeiten südlich des 120-jährigen Simplontunnels bereiten
Touristen und auch Arbeitspendlern viel Ungemach, denn das Umsteigen auf die Busse in Iselle dT ist nicht gerade angenehm. Es fehlen eigentliche Busperrons und Sonnen- und Regendächer. Wenn viele Reisende -mit und ohne Gepäck- unterwegs sind, ist das «Reiseerlebnis» -wie es heute genannt wird- nicht eben gut.
Verantwortlichen Mitarbeiter der BLS kamen vor einiger Zeit auf eine einfache und sehr effiziente Lösung, die sie in enger Zusammenarbeit mit dem Kanton Wallis, dem BAV, der Regionalverkehrsagentur AMP in Turin und der SBB umsetzten: Anstelle viele Reisenden mit nur einem Zug und nur alle zwei Stunden von Brig nach Iselle zu fahren, entschieden sie sich für einen Stundentakt, wenn immer dies möglich ist. Damit verteilen sich die Fahrgäste besser und man fährt entspannter.
Natürlich lag viel Planungs- und Organisationsarbeit dahinter, denn eine Tunnelröhre befindet sich noch in der grossen Total-Renovation, die nach 12 Jahrzehnten notwendig geworden ist. Das Team der Bahnen und der Behörden hat aber ihre Flexibilität für ein bequemeres Reisen bewiesen.
Nicht zu vergessen ist auch die zweimalige, tägliche Postauto-Verbindung von Brig über den Simplonpass direkt nach Domodossola.
Die Postautos bieten auch Velobeförderung an (mit Reservation). Die Kurse werden auch auf italienischem Gebiet noch für zwei Jahre von der Schweiz subventioniert, in der Erwartung, dass sich die Region Piemont baldmöglichst an der Mitfinanzierung beteiligt. Nicht zu vergessen, dass die Schweizer in Domodossola pro Person zwischen 100 und 300 Franken ausgeben, was der Region wirtschaftlich sehr hilft.
Walter Finkbohner

