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giovani gruppo

WALLIS-- In diesen Wochen wird in vielen Familien mit 15/16 jährigen Mädchen und Burschen viel über die Zukunft nach den 9 obligatorischen Schuljahren diskutiert: 80% der jungen Mädchen und Burschen werden im Sommer 2021 eine praktisch-theoretische Berufslehre beginnen, welche es so zum Beispiel im nahen Italien oder Frankreich nicht gibt was für die Familien vor grosse Probleme stellt.

250 Berufsprofile stehen zur Wahl und hinter jeder Lehrstelle steht meist ein gut aufgestelltes kleines oder mittleres Unternehmen.

Wie funktioniert die Ausbildung bis zum Berufsdiplom, das hart erarbeitet werden muss? Drei bis vier Tage arbeitet die junge Person in einer Firma, bei welcher ein «Lehrmeister/in» für die Einführung in die praktische Arbeit übernimmt. Hier wird exaktes und methodisches Schaffen geübt. An ein oder zwei Tagen hingegen geht es an die «Fachhochschule» wo das theoretische Wissen vermittelt wird. Vorteilhaft ist auch, dass sich die jungen Leute mit ihren Berufs- und Altersgenossen treffen und sich über das Berufsleben austauschen.

Natürlich erhalten die Lehrenden bereits vom ersten Lehrjahr an einen Zahltag, welcher bis zum dritten und vierten Lehrjahr aufgrund der Leistungen wächst. Damit lernen die jungen Menschen auch mit dem selbst erarbeiteten Geld umzugehen und von ihren Eltern unabhängig zu werden.

Wer noch mehr studieren will, der kann neben oder nach der Lehre in seiner Firma mit dem Studium der Berufsmaturität beginnen. Damit ist die Chancengleichheit mit den 20% der jungen Leute hergestellt, welche nach der obligatorischen Schule an das Gymnasium wechseln.

Aber gehen wir nochmals zurück ins Oberwallis: neben vielen Kleinbetrieben bilden auch die interkontinental tätige Firma Lonza über 260 Lernende in den diversen Berufen aus . Aber auch die Stadtgemeinde Brig-Glis gibt sechs jungen Leuten ab 16 Jahren die Chance Berufe im Dienste an der Allgemeinheit zu erlernen. Was es dazu braucht ist ein offener Geist, Herzblut für den gewählten Grundberuf und die immer neues zu lernen. Damit ist man für die Aufgaben der Zukunft gerüstet, immer währendes Lernen ist angesagt.

Walter Finkbohner