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Im Mailänder “Centro Svizzero”, an der zentralen Piazza Cavour, fand die vorgezogene Feier zum Schweizer Nationalfeiertag, dem 1. August, statt. Dies folgt einer alten Tradition, denn zu Augustbeginn sind die Lombarden am Meer oder in den Bergen anzutreffen, zu heiss ist es in der Metropole am südlichen Ende der Simplonlinie.

Der für Norditalien, von Domodossola und Turin, bis Bologna-Triest zuständige Schweizer Generalkonsul Stefano Lazzarotto, begrüsste das zahlreich erschienene

Publikum von in Italien lebenden Schweizern und dem Lande nahestehende Personen und Gäste.

Die Festansprache hielt dieses Jahr die dynamische Direktorin der Schweizerischen Landesmuseen, Denise Tonella.  Unter dem Titel “Echi del passato, interrogare la storia” (Echos aus der Vergangenheit, die Geschichte hinterfragen) gelang es ihr mit einer engagierten Präsentation das Publikum in Bann zu ziehen. Die aus Airolo stammende Chefin der drei Museen in Zürich, Prangins (VD) und Schwyz sowie dem Schaulager in Affoltern am Albis berichtete mit Witz und Humor von ihrer Arbeit. Die drei Museen bringen auf spielerische Art und Weise den Schweizern und vielen Gästen aus aller Welt die Geschichte näher. Das Museum lebt davon, mit gekonnt ausgestellten Original-Gegenständen und Dokumenten, das Mit- und Nachdenken anzuregen. So erfährt man im Museum in Schwyz, dass die Innerschweizer -nördlich des Gotthard Saumweges- die zündende Idee, sich von der Herrschaft der Habsburgischen Vögte zu entledigen, von der gewonnenen Schlacht der «Lega Lombarda» im Jahre 1176 erhielten.

Sie führte dann zum Rütli Schwur der Schweizer Urkantone, die sich -wie die lombardischen Städte- der kaiserlichen Herrschaft entledigten. In dessen Erinnerung feiert die heutige Schweiz seit 1891 am 1. August den Nationalfeiertag mit Festansprachen und gemeinsamen Zusammensein, wie dies auf der wunderschönen Terrasse des Schweizer Zentrums in Mailand der Fall war. Der Präsident des Schweizervereines Mailand, Markus Wiget, leitete die folgende Tombola, deren Gewinner Reisegutscheine mit dem Panoramazug «Trenino verde delle Alpi BLS» ab Domodossola erhielten.

Walter Finkbohner