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Die Botschafter und Generalkonsule fast aller Länder werden, alle vier Jahre auf neue Posten versetzt, um eine gewisse Rotation und Neutralität in den diplomatischen Beziehungen zu gewährleisten. Immer wieder kehren die Spitzendiplomaten in ihre Heimat zurück, wo sie in den Aussenministerien viel Erfahrungen einbringen können.

Nicht immer haben die Ernennungen von neuen Botschaftern in den Ländern, in denen sie ihre Heimat vertreten Erfolg.Gerade in Bern mussten die Schweizer erfahren, dass Botschafter aus grossen Ländern, mehr Unfrieden stifteten als sich diplomatisch betätigten. Eine löbliche Ausnahme macht Italien mit ihrem neuen Botschafter in Bern, Gian Lorenzo Cornado. Er hat die eher distanzierten Schweizer im Eilschritt für sich und sein Land gewonnen, und zwar durch seine charmante Einfachheit und seinem grosses Wissen um die Schweiz.

Die Medien berichten gerne über ihn und seine Arbeit zu Gunsten der guten Beziehungen zwischen den beiden Nachbarländern: «Made in Italia» auf höchster Ebene.

Er bietet mit seinen Konsulaten in diversen Städten der Schweiz den über 700'000 italienischen Staatsbürgern (auch mit doppelter Staatsbürgerschaft) und den gegen 100'000 Grenzgängern Hilfe bei administrativen Fragen an, wie Ausstellen von Dokumenten aller Art. Richtigerweise wie er in den Interviews mit diversen Schweizer Medien darauf hin, dass die Schweiz durch die Einwanderung von Männern und Frauen aus Italien sicher auch «lebhafter» geworden ist, was sicher stimmt. Man sieht dies in der Gastronomie, der Musik und dem Lebensgefühl das sich seit den 1960er Jahren positiv verändert hat.

Walter Finkbohner