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VERBANIA - 22-4-2026 -- Der Simplon rückt wieder ins Zentrum der italienisch-schweizerischen Verkehrs- und Infrastrukturpolitik. Am 15. April fand am Sitz der Provinz Verbano-Cusio-Ossola das erste operative Treffen von SIMPLON 2050 statt. Das Projekt wird durch das EU-Programm Interreg Italien–Schweiz VI-A finanziert und verfolgt ein ehrgeiziges Ziel: den Simplon-Korridor zu einer modernen Bahn- und Logistikachse zu entwickeln, die das Ossolatal und das Wallis wirklich verbindet – und dabei nicht nur Reisezeiten verkürzt, sondern auch administrative und rechtliche Hürden abbaut, die die grenzüberschreitende Zusammenarbeit seit Jahrzehnten bremsen.

Ein zentrales Thema ist die bekannte Engstelle bei der Spiralgalerie von Varzo, die die Kapazität der Strecke einschränkt. Dieses strukturelle Problem soll nun mit langfristigen Lösungen angegangen werden. Doch SIMPLON 2050 geht weiter: Geplant sind eine stärkere intermodale Vernetzung, die Reduzierung des Straßenverkehrs sowie bessere Verbindungen für Personen- und Güterverkehr zwischen Piemont, Lombardei und dem Wallis.

Federführend ist die Provinz VCO, gemeinsam mit sieben Partnern: der Region Piemont, der Universität Ostpiemont, dem GAL Laghi e Monti, Uniontrasporti, dem Kanton Wallis sowie der Schweizer Organisation OUESTRAIL — Simplon-Lötschberg-Jura.

Die finanziellen Mittel belaufen sich auf rund 808.000 Euro, darunter EU-Fördergelder aus dem EFRE, nationale italienische Beiträge sowie Schweizer Mittel aus öffentlicher und privater Hand.

Bis 2028 soll das Projekt in eine strategische Vereinbarung münden, die konkrete Infrastrukturmaßnahmen und verbindliche Zusagen zwischen den beteiligten Regionen festlegt.

Die Ambition ist klar: kein weiteres Papier für die Schublade, sondern der Aufbau einer stabilen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit für eine Bahnlinie, die trotz ihrer strategischen Bedeutung lange hinter den großen europäischen Alpenkorridoren zurückgeblieben ist.