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WALLIS- 27-08-2025-- Der öffentliche Verkehr im Wallis ist gut, aber wer in abgelegenen Weilern und Häusern wohnt, möchte vom morgen früh bis am Abend spät bequem ohne Auto/Moto reisen können. Allein die Kosten für Linienbusse sind zurzeit zu hoch und die neuen Taxis (und Kleinbusse) könnten, weil ohne Chauffeur, günstiger zum oder vom nächsten Ziel oder Bahnhof fahren. Zu jeder Tages-und Nachtzeit eine verlockende Idee.

Von 2016 bis 2019 machte Postauto Schweiz in Sitten Versuche mit einem autonom fahrenden Kleinbus. Es wurden 54'000 Personen befördert. Damals war die Technik noch nicht so weit wie heute und der Versuch wurde abgebrochen.

Nun kündigen die SBB im Zürcher Unterland -zusammen mit dem Kanton Zürich- ab 2026 die Einführung autonomer «Taxis» zu den S-Bahn Stationen an.

In diesen Tagen verkündete zudem die «Neue Zürcher Zeitung» den Markteintritt des chinesischen Internetkonzerns BAIDU ebenfalls auf das Jahr 2026 an. BAIDU-Apollo hat zuvor die Schweiz für ihr Zentrum für autonome Mobilität ausgewählt, auch wenn das Land nicht Mitglied der Europäischen Union ist.

Der Grund, sich in Zürich und nicht in Berlin, Paris oder Rom niederzulassen, ist die Nähe bei der ETH Zürich (der 7. besten Universität der Welt), die gut ausgebildeten Top-Talente, die Wirtschafts- und Technikfreundlichkeit sowie den bereits bestehenden, dichten öffentlichen Verkehr (öV) im Kanton Zürich.

Zum Einsatz kommt der «Robotaxi RT 6 Apollo», welcher bereits in 11 chinesischen Städten und in Dubai mit Erfolg klaglos verkehrt. Zurzeit laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.

Sicher ist, dass die «Robotaxi’s» nicht im Stadtinnern von Zürich zu sehen sein werden, denn der Chef von BAIDU-Europa, Yong Gessner, kennt den hervorragenden öV in Zürich und will die Stadt nicht mit weitern Autos belasten. Das Arbeitsfeld der autonomen «RT 6» wird in der Region liegen, da wo der öffentliche Verkehr weniger gut ausgebaut ist.

Walter Finkbohner