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Die 29 Anlagen der Ski und Wander Region Laax im Kanton Graubünden sind auch für internationale Käufer interessant, wie es bereits im Wallis, in Crans sur Sierre oder in Andermatt der Fall war. Es handelt sich um 224 km Pisten mit 29 Anlagen (Seilbahnen/Skilifte), die Verwaltung von 6 Hotels und 35 Restaurants mit 1100 Mitarbeitern. Präsident der Gesellschaft «Weisse Arena AG » ist der Tourismus Pionier Reto Gurtner, der seit Jahrzehnten der eigentliche «Motor» für die Entwicklung dieses grossen Qualitäts-Resorts ist. Die Gesellschaft ist hochprofitabel, und es überrascht nicht, dass sie für Käufer aus aller Welt attraktiv ist. Seit langem wurde befürchtet, dass auch die «Arena bianca» in ausländische Hände geraten könnte.

Um dies zu verhindern, entstand die Idee und der Wille der drei Gemeinden, auf deren Gebiet sich dieses Juwel des Winter- und Sommersports befindet, die gesamte Infrastruktur zu kaufen und sie dem derzeitigen Eigentümer gegen eine angemessene Miete (13 Millionen Franken) zur Verwaltung zu überlassen. In der Schweiz sind Gemeinden oft finanziell unabhängig und verfügen über ein gut gefülltes „Portemonnaie”.

Gesagt, getan: Die Gemeinden Falera, Laax und auch Flims gaben mit ihren Gemeindeversammlungen grünes Licht für den Erwerb der gesamten touristischen Infrastruktur des Skigebiets. Bis zu 85,5 % der Stimmberechtigten stimmten dem Kauf zu, dies bei einer Wahlbeteiligung bzw. einer Beteiligung an den Versammlungen von bis zu 67,7 %.

Mit diesen Entscheidungen geht die Gesellschaft, die  „Finanz-Infra AG” nun in den Besitz der drei Gemeinden über: die Skilifte, die Gebäude und die Verkaufsnetze für Skipässe der „Arena bianca Spa” zum Preis von 94,5 Millionen Franken.

Die drei Gemeinden werden den Kauf mit insgesamt 90 Millionen Franken mitfinanzieren: Flims und Laax werden jeweils 20 Millionen beisteuern, Falera 10 Millionen. Flims muss jedoch nur 2 Millionen zahlen, da es bereits den Bau der Seilbahn „FlemXpress” mit 18 Millionen Franken finanziert hat. Diese Anlage wird in Kürze eröffnet. Die restlichen 42 Millionen werden durch Bankkredite finanziert.

Es ist das erste Mal, dass sich Schweizer Gemeinden direkt für den Erwerb eines so ausgedehnten Skigebiets interessieren und sich direkt finanziell engagieren.

Ins Gewicht fällt auch, dass die Bürger der drei Gemeinden traditionell immer von stark ermässigten Preisen der Anlagen profitieren konnten und Jugendliche bis zu einem bestimmten Zeiträumen kostenlos fahren dürfen. Ein Beitrag, um den Sport das ganze Jahr über auszuüben. Die Gesellschaft hatte immer ihre Bücher „offen” und die Gemeinden werden dies ebenfalls tun.

Walter Finkbohner