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BERN - 25-2-2026 -- Bundesrat Rösti traf am Montagabend im Berner “Käfigturm” über dreissig spezialisierte Journalisten zu einem Gespräch am Kaminfeuer: Mit grossem Engagement orientierte er über die eidgenössische Verkehrspolitik, welche den Einwohnern und den Besuchern des Landes dienen muss. Was sofort auffiel, ist

seine profunde Kenntnis über die Verkehrssituation in allen Kantonen und Regionen.

Er weiss, wo der Bevölkerung der «Schuh drückt» und wo Handlungsbedarf besteht.

In den nächsten 9 Jahren geht es darum bei den Strassen und den Bahnen einen vernünftigen Ausbau voranzutreiben, um einen flüssigen Verkehr zu erreichen. Möglichst viele Menschen sollen schnell und bequem vorwärtskommen.  Dass die Bevölkerung in der Schweiz wächst und dass die Menschen bis ins hohe Alter gerne reisen ist dabei zu berücksichtigen.

Auch in der Schweiz muss mit den finanziellen Mittel haushälterisch umgegangen werden.  Bundesrat Rösti hatte die undankbare Aufgabe kurz nach seinem Amtsantritt in der Regierung, die Ausbauwünsche der Kantone für den öffentlichen Verkehr entscheidend zu kürzen. Zuviel Projekte waren angemeldet. Zudem hatte das Volk im November 2024 an der Urne entschieden, dass die Autobahnen nicht erweitert werden dürfen. Es war für ihn keine leichte Aufgabe. Er beauftragte den ETH-Professor Ueli Weidmann den Nutzen und die Kosten aller Projekte zu prüfen. Es geht um viel Geld, um 24 Milliarden Franken, die in den nächsten Jahrzehnten fällig würden.

Nicht betroffen ist dabei der Ausbau des Lötschberg-Basistunnels auf zwei Spuren, um den Transit-Güterverkehr auf der Simplonachse zu fördern und auch vermehrte Intercity-Züge einsetzen zu können. Bis nach Visp und Brig wird der Halbstundentakt den ganzen Tag hindurch möglich sein.

Mit Freude nahm Bundesrat Rösti die Nachricht auf, dass sich die Regierung der Region Piemont mit Nachdruck in Rom für die Aufhebung der grossen, totalen Streckensperrung zwischen Iselle dT und Domodossola im Jahre 2028 für sechs Monate einsetzen wird. Diese Streckensperrung würde wirtschaftliche Kosten von rund 50 mio Euro verursachen. Die bestimmte Hoffnung geht nun dahin, dass die sehr innovativen Ingenieure der italienischen Bahnen, gute alternative Lösungen entwickeln werden, die den durchgehenden Bahnbetrieb auf einem Gleis ermöglichen.

Bundesrat Albert Rösti erwähnte auch den für das Land wichtige Luftverkehr,

welcher ohne finanzielle Unterstützung auskommt und für den es -mit einem neuen Luftfahrtgesetz- einen besseren gesetzlichen Rahmen geben wird.

Mit anderen Worten: Sei es auf dem Boden, in der Luft oder auf dem Wasser, die Mobilität für Personen- und Güter muss zusammen betrachtet werden, und zwar über die Landesgrenzen hinaus.

Walter Finkbohner