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TORINO – 15.04.2026 – Regionen und Großstädte im Nordwesten Italiens arbeiten gemeinsam an einer möglichen Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele. Piemont, Lombardei und Ligurien sowie die Städte Turin, Mailand und Genua haben offiziell einen gemeinsamen Prozess gestartet, um eine koordinierte Kandidatur für die Spiele 2036 oder alternativ 2040 zu prüfen.
Im Mittelpunkt steht das Konzept einer „verteilten Bewerbung“, bei der die Austragung der Wettbewerbe auf mehrere Gebiete aufgeteilt wird. Ziel ist es, die unterschiedlichen Stärken der Regionen – von Bergen über Städte bis hin zur Küste – zu bündeln und gleichzeitig auf Nachhaltigkeit sowie die Nutzung bestehender Infrastrukturen zu setzen.
Geplant ist, vor allem bereits vorhandene Sport-, Universitäts- und Messeanlagen zu nutzen und neue Bauprojekte auf ein Minimum zu beschränken. Auch Unternehmen der Region sollen in das Vorhaben eingebunden werden.
Das Modell soll die Umweltbelastung reduzieren, öffentliche Mittel effizient einsetzen und langfristige Vorteile für die lokalen Gemeinschaften schaffen. Unterstützt wird der Ansatz durch die Erfahrung der beteiligten Städte bei der Organisation großer internationaler Veranstaltungen, darunter die Olympischen Winterspiele Turin 2006 sowie Mailand-Cortina 2026.
In den kommenden Monaten soll eine erste interinstitutionelle Arbeitsgruppe eingerichtet werden, bestehend aus den Kabinettschefs der beteiligten Verwaltungen. Diese soll die Vorarbeiten koordinieren und die Machbarkeit einer Kandidatur prüfen.
Die Initiative wird nun in einer Vorphase mit dem italienischen Olympischen Komitee, der Regierung, Universitäten und weiteren Akteuren abgestimmt. Ziel ist es, die internationale Wettbewerbsfähigkeit eines gemeinsamen nordwestitalienischen Olympia-Projekts zu bewerten.
Die beteiligten Institutionen betonen, man wolle eine „glaubwürdige, nachhaltige und innovative Bewerbung“ entwickeln, die Sport, Jugend und regionale Zusammenarbeit in den Mittelpunkt stellt.

